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Benachrichtigungstext

Chronische Augenerkrankungen: Neues beim Aktionstag AUGE 2016
  Auge
Rund 100 Teilnehmer aus ganz Deutschland kamen am 23. April 2016 nach Stuttgart zum Aktionstag AUGE, zu dem die Patientenorganisation „Bundesverband AUGE e.V.” eingeladen hatte. Die Besucher erwartete ein reichhaltiges Programm mit spannenden Themen, Vorträgen und neuen Forschungsergebnissen rund um das Thema Chronische Augenerkrankungen. Das Grußwort hielt Professor Florian Gekeler, Ärztlicher Direktor der Augenklinik am Katharinenhospital/Klinikum Stuttgart. Während der Vorträge und am Ende der Veranstaltung nutzten die engagierten Teilnehmer die Gelegenheit, Fragen an die Ärzte zu stellen und mit ihnen zu diskutieren.

Exklusive Förderung für „Aktionstag AUGE 2016”

Thomas Weber von der Krankenkasse DAK-Gesundheit übergab einen Förderscheck in Höhe von 8.900 Euro an den Veranstalter Bundesverband AUGE e.V. beim Aktionstag AUGE 2016 in Stuttgart.

Repräsentant-Thomas-Weber-DAK-Dieter-Staubitzer-Anneliese-Magino-v-l-n-r-Foto-sebastian-bergerDie Krankenkasse DAK-Gesundheit fördert den Bundesverband AUGE mit Projektmitteln der Selbsthilfeförderung. "Über diese großzügige Spende der DAK-Gesundheit, aus Mitteln der Selbsthilfeförderung, sind wir außerordentlich froh, weil dadurch unsere ehrenamtliche Arbeit in der bundesweiten Patientenselbsthilfe sehr beflügelt wird und diesen Aktionstag AUGE 2016 erst möglich gemacht hat", bedankte sich die Leiterin der Selbsthilfegruppe-Ludwigsburg, Anneliese Magino und der Bundesvorsitzende des Vereins, Dieter Staubitzer.

Hochkarätige Themen und Referenten

Zur Frage „Glaukomoperationen – Stents oder Kanaloplastik?”, vor der viele der rund eine Million Glaukom-Patienten in Deutschland stehen, referierte Professor Norbert Körber vom Augencentrum Köln (Bild unten).

Prof-Koerber-referierte-zum-thema-glaukomoperationen-stents-oder-kanaloplastikDer Chirug ging zunächst auf anatomische Grundlagen ein, stellte im Anschluss verschiedene minimalinvasive Glaukom-Operationen vor, beleuchtete insbesondere Verfahren wie Laserbehandlung, Trabektom, i-Stents sowie zwei Formen der Kanaloplastik. Zu letzterem Punkt verwies Prof. Körber aus Studienergebnisse die zeigten, das die Kanaloplastik insgesamt deutlich wirksamer ist als die Viskokanalostomie. Wichtig ist dem Mediziner auch die Früherkrennung, insbesondere die Messung der Sehnerven, denn "man ist sich einig, das ein Gesichtsfeldschaden erst so richtig messbar wird, wenn etwa 40 % der Nervenfasern schon verloren sind", so Prof. Körber. Und mit Blick auf Diagnostik und Präventionsmaßnahmen fährt er fort: "Ich bin der festen Überzeugung, dass wir in Deutschland viel zu spät operieren, generell."


Prof-hoeh-referierte-zum-thema-bildgebende-diagnostik-beim-glaukom-wie-hrt-oct-uswProfessor Helmut Höh vom Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum in Neubrandenburg gab einen Überblick über die neuesten Methoden, Untersuchungsgeräte auf dem Feld der bildgebenden Diagnoseverfahren in der Augenheilkunde (Bild). Der Chefarzt erläuterte in anschaulicher Weise Ziel und Funktion von HRT- und OCT-Untersuchungen und erklärte an Beispielen, was die hierdruch erstellten Auswertungen im einzelnen bedeuten. Für die Zuhörer umso wertvoller, da Augenärzte im Praxisalltag of wenig Zeit haben, Detailfragen zu den Auswertungen zu beantworten. Der Mediziner informierte zudem über Mikrostents, eine interessante Alternative zur großen ableitenden Glaukom-Operation (Sickerkissen). Mikrostents, winzige Kunststoff-Röhrchen, werden im inneren Augenwinkel platziert und so das Augenwasser direkt unter die Aderhaut abgeleitet. Der eigentliche Eingriff dauert nur 1-2 Minuten und ist wesentlich risikoärmer im Vergleich zur großen Glaukom-OP.









Dieter-Staubitzer-und-Arnd-Muenster-referierten-zum-Thema-Cannabis-als-Medizin-fuer-austherapierte-Glaukom-Patienten-der-letzte-RettungsankerEine lebhafte Debatte entspann sich zum Thema „Cannabis als Medizin”, einem Schwerpunktthema des Bundesverbands AUGE e.V. in diesem Jahr. Der Vorsitzende Dieter Staubitzer bekräftigte in seinem Redebeitrag die bereits im Oktober 2015 aufgestellte Forderung an die Bundesregierung, eine unbürokratische Freigabe von Cannabis zu ärztlichen Behandlung von schwer kranken, „austherapierten” Glaukom-Patienten zu ermöglichen. Der Journalist Arnd Münster zitierte anschließend aus einem erschütternden Bericht eines Glaukom-Patienten, den der Verband im Herbst vergangenen Jahes erhielt. Die daraus hervorgehende Forderung nach einer Freigabe von Cannabis als Medizin wurde vom anwesenden Publikum mehrheitlich unterstützt (Bild).
 
 
Priv-Doz-Dr-Christina-Jacobi-informierte-detailliert-über-Entstehung-und-Therapiemöglichkeiten-bei-Trockenem-AugeDas Krankheitsbild „Trockenes Auge” ist die häufigste Erkrankung in der Augenheilkunde. Mit großem Interesse verfolgten die Besucher deshalb die Ausführungen von Privatdozentin Dr. Christina Jacobi aus Nürnberg über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten dieser Erkrankung – u.a. mit konkreten Tipps, was Betroffene außer der Anwendung von Tränenersatzmitteln zur Besserung Ihrer Beschwerden tun können.

Das Krankheitsbild „Trockenes Auge” ist die häufigste Erkrankung in der Augenheilkunde. Mit großem Interesse verfolgten die Besucher deshalb die Ausführungen von Privatdozentin Dr. Christina Jacobi aus Nürnberg über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten dieser Erkrankung – u.a. mit konkreten Tipps, was Betroffene außer der Anwendung von Tränenersatzmitteln zur Besserung Ihrer Beschwerden tun können.





IMG 2016 DSC 0224 Prof Ellrich links mit Dieter Staubitzer rechts grossÜber eine neue, sehr interessante Behandlungsmethode bei Gesichtsfeldausfall berichtete der Neurophysiologe Professor Jens Ellrich, Chief Medical Officer (CMO) bei dem Unternehmen EBS Technologies. „Mit der EBS Therapie verfügen wir über ein innovatives Stimulationsverfahren, das Patienten verlorengegangenes Sehvermögen zurückgeben kann”, erläuterte Prof. Ellrich in seinem Vortrag. Um den Ansatz zu verstehen, muss man wissen, dass es bei einer Schädigung des Sehsystems beispielsweise durch eine Durchblutungsstörung oder einen Unfall nicht unbedingt zu einer vollständigen Zerstörung des Gewebes kommt. Viele Nervenzellen überleben das Trauma, sind aber in ihrer Funktion gestört. Die bei der EBS Therapie angewandte Stimulation geschädigter Nervenstrukturen erfolgt über eine spezielle Brille.

Eine Therapie umfasst zehn Sitzungen, die ca. 70-90 Minuten dauern. Prof. Dr. Carl Erb, Glaukom-Experte aus Berlin, fasst seine Einschätzung der neuen Methode in einer Publikation so zusammen: „Die Wirksamkeit der Therapie hat sich bereits in der Neurologie gezeigt und wir wissen, dass das Prinzip funktioniert. Diese Erfahrung übertragen wir derzeit auf den Bereich der Augenheilkunde. Ein großer Vorteil für die Patienten ist, dass die Therapie nicht schmerzhaft ist und bislang keine Nebenwirkungen bekannt sind”.

DAK-Gesundheit

Die DAK-Gesundheit mit Sitz in Hamburg ist ein bundesweit tätiger deutscher Krankenversicherungsträger. Die DAK-Gesundheit ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Selbstverwaltung. Sie ging am 1. Januar 2012 aus dem Zusammenschluss der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK) mit der BKK Gesundheit und der BKK Axel Springer hervor. Die DAK-Gesundheit zählt Anfang 2016 rund sechs Millionen Versicherte als drittgrößte deutsche Krankenkasse. Als Ersatzkasse ist sie Mitglied im Verband der Ersatzkassen (vdek).
www.dak.de

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Bundesverband AUGE e.V.

Der gemeinnützige Verein kümmert sich um Menschen, die vorwiegend unter chronischen Augenerkrankungen leiden, wie beispielsweise Glaukom (Grüner Star), Makuladegeneration (AMD), Trockenes Auge sowie Netzhaut- und Hornhauterkrankungen. Einige Erkrankungsformen können die Sehkraft erheblich einschränken und bei fehlender Behand­lung zur Erblindung führen. Der Selbsthilfeverein gibt Betroffenen und Angehörigen Tipps und Hilfe­stellung zum richtigen Umgang mit der Augenerkrankung als auch bei der Inklusion im Alltagsleben. Der Verband unterstützt bei der Gründung und Fortführung lokaler und regionaler Selbsthilfe­gruppen in ganz Deutschland, informiert die Bevölkerung über augenspezifische Krankheitsbilder und ruft zur Früherkennung auf. In den Medien und in Mitglieder-Infos berichtet der Verein über aktuelle Therapieentwicklungen aus Wissenschaft und Forschung und alternative Behandlungsmethoden. Der 1999 gegründete Verein ist eine Selbsthilfeorganisation mit bundesweit rund 1000 Mitgliedern sowie Selbsthilfegruppen in fast allen Bundesländern. Der Bundesverband ist Mitglied im Wohlfahrtsverband DER PARITÄTISCHE-Bayern und in verschiedenen Dachverbänden der Selbsthilfe. Die Organisation finanziert sich ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen und öffentlichen Projektmitteln der Krankenkassen sowie über Spenden. Der Verein betreibt eine barrierefreie Homepage und ein kostenloses Beratungstelefon. Die Geschäftsstelle befindet sich in Aurach bei Ansbach in Mittelfranken, Vereinssitz ist in Berlin.

Weitere Informationen: www.bundesverband-auge.de

Links:
http://www.lasik-koeln.info/de/team/prof-dr-koerber
 
http://dbknb.de/dbk/gf/nachrichten/implantat-reguliert-augeninnendruck

http://augenarzt-lang.de/team-members/pd-dr-med-christina-jacobi

http://www.ebs-therapie.de/


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Pressekontakt:

Inhalt:
Dieter Staubitzer
(Bundesvorsitzender)
Mobil: 0157-34042680
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Bundesverband AUGE e.V.
- Selbsthilfe Chronische Erkrankungen -
Crellestraße 21, 10827 Berlin
Tel.  030 82324 44
Fax: 030 82324 22
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Hoempage: www.bundesverband-auge.de

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